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Europameisterschaft 2008Noch darf man in dreistelliger Zahl Nächte verpennen, bevor die EURO 08 vor der Tür steht. Aber schon jetzt laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren - auch in und um Basel. Besonders diskutiert wurde letzte Woche die Frage, an welchem Ort und wie das "Public Viewing", also das WM-Gaffen auf öffentlichen Plätzen mit Grossleinwand, alkoholischer und kulinarischer Versorgung etc. pp. durchzuführen sei. Was liegt da näher als einen Blick über den Rhein Richtung "Grosser Kanton" zu werfen und unter die Lupe zu nehmen, wie unsere deutschen Nachbarn das Public Viewing aufgezogen haben?

Wenn unsere hiesigen Organisatoren sich aber - wie man aus den Medien erfahren musste - an Grossstädten wie Frankfurt und Berlin anstatt an Hannover und Kaiserslauten orientieren, zeugt das meiner bescheidenen Ansicht nach von einer gesunden Portion lokalem Grössenwahn. Logo, eine Grossleinwand im Rhein wäre sicherlich schnafte, aber wo sollen die zu erwartenden Abertausende Leute ihre Hinterteile hinparkieren? Ans Ufer des Rheins? Da hat's wenig Platz und die Klagen über Lärm kann ich jetzt schon hören. Und was (und va. wen) wird das wieder kosten? Und was, wenn - wie in Frankfurt geschehen - Schiffe aus Unvorsicht, Rachsucht oder terroristischen Beweggründen die Grossleinwand rammen? Fragen über Fragen, aber darüber sollen sich die Verantwortlichen ihre hübschen Köpfchen zerbrechen.

Was ich, der ich als "Gast bei Freunden" die Schweizer Spiele in Deutschland besuchte, aus Deutschland den organisierenden werten Damen und Herren in helfender Absicht übermitteln kann, sind folgende Hinweise und Erfahrungen:

Entscheidend ist schon mal der erste Eindruck am Bahnhof/Flughafen/Parkplatz. Grosszügige, idiotensichere Beschilderung der Wege zum Stadion sind unbedingt nötig, am besten wieseln massig Angestellte oder Freiwillige herum, die jedem stirnrunzelnden oder verwirrt aus der Wäsche schauenden WM-Besucher freundlich ihre Hilfe anbieten. Wunderbar wär's für die ausländischen Gäste, wenn sie günstige Bahn-Tickets für Schweiz und Österreich resp. den Transfer zwischen den Stadionstandorten erwerben könnten.

Weiter müssen natürlich massig günstige Unterkünfte und in Stadion- und/oder Stadtzentrum-Nähe her. Ebenso grosse Parkplätze ausserhalb der Stadt mit exzellentem ÖV-Anschluss . Der öffentliche Verkehr muss (insbesondere zwischen Bahnhof, Stadtzentrum und Stadion) für massenhaft mehr Benutzer ausgebaut werden. Einfache Beschilderung und Hilfe in Sachen Billetterwerb, Fahrrouten etc. sind auch hier unerlässlich (va. bei unserem nicht unkomplizierten Ticket-System, gell liebe TNW).

Die "Fanmeilen" in Deutschland waren klasse. Fragt sich, ob sich etwas Ähnliches in Basel realisieren lässt. Vom Bahnhof bis zum Stadion wäre wohl nicht unbedingt die bestmögliche Strecke. Aber vielleicht von der "Steinen" über den Barfüsserplatz und den Marktplatz bis zur Schifflände oder gar bis über die "Mittlere Brücke" nach Kleinbasel? Würde sich gut machen, aber entsprechend wird dann an den Spieltagen der Verkehr lahmgelegt werden.

Mit weiteren Ideen darf man sich gut und gerne in den Kommentaren verewigen. In diesem Sinne, Gebsn.