Basel am Montag, 29. Mai 2006

CVP aufgepasst! "Désirée" aus "Café-Bâle" tritt für die Bundesratswahl gegen Doris Leuthard an. Ausgeheckt hat die Protestaktion das Team rund um den früheren "10vor10"-Chef Klaus Vieli.
Café-Bâle-Autor und Pressesprecher des "Komitees für eine echte Wahl in den Bundesrat" Aernschd Born sagte dazu am Freitag zum
kleinreport: "Sie ist ebenso qualifiziert wie Frau Leuthard, ebenso wechselhaft wie sie, hat eine ebenso schöne Schuhesammlung und gleich viel Exekutiverfahrung, nämlich gar keine."
Die Kandidatur von Schauspielerin Rinalda Caduff alias "Désirée" ist jedoch nicht als blosse Satire- oder Marketingaktion gedacht. Dies erläutert Klaus Vieli heute in einem
Interview mit persönlich: "Wir hoffen, dass Rinalda Caduff Stimmen erhält, ja. Und wir gehen die Sache seriös an: Es wird eine Pressekonferenz in Bern geben, ebenfalls begrüssen wir es, wenn Caduff zu den Kandidaten-Hearings der Fraktionen eingeladen wird."
Die Aktion sei jedoch nicht gegen Doris Leuthard gerichtet. "Wir sagen bloss: Frau Caduff wäre als Bundesrätin geeigneter. Gegen Leuthard haben wir aber nichts. Sie ist eine attraktive und interessante Person", so Klaus Vieli weiter. In erster Linie wolle man aufzeigen, dass es eine Alternative zu Leuthard geben müsse. Gleich mehrfach betont Vieli auch den seiner Meinung nach totalitären Charakter der Bundesratswahl: "Mich erinnert dies an die DDR, wo die Mitglieder des Politbüros auch einfach durchgenickt wurden."